Fast überall sprechen Menschen derzeit über die Flüchtlingssituation.
Am Kaffeetisch mit der Familie, mit den Kolleg/innen im Betrieb, im Verein mit Bekannten und nicht zuletzt in den
sozialen Netzwerken werden Meinungen ausgetauscht. Viele setzen sich für einen humanitären Umgang mit Geflüchteten ein,
viele lehnen die Aufnahme von (mehr) Schutzsuchenden ab oder sind skeptisch, ob die Integration gelingen kann.
Auf allen Seiten aber fehlt häufig konkretes Wissen, zum Beispiel über die Zahl der Zu- und Abwanderung von Geflüchteten,
ihre Unterbringung, den Leistungsbezug und Arbeitszugang, die Aufnahme in Kindertagesstätten und Schulen oder die
Gesundheitsversorgung.
Die Folge: Ohne Wissen um die tatsächlichen Gegebenheiten geraten selbst aufgeschlossene Menschen schnell an die
Grenzen ihrer Argumentationsfähigkeit. Fehlende Informationen bereiten den Boden für Gerüchte und Unwahrheiten,
die Verunsicherung und Ängste in der Bevölkerung schüren. Die organisierte extreme Rechte kann diese Stimmungen
gezielt verstärken. Und solange die Mehrheit schweigt, können gewaltbereite Flüchtlingsgegner scheinbar in ihrem Namen
zur Tat schreiten.
Dieser Situation kann und muss vor Ort, in den Städten, Gemeinden und Landkreisen, begegnet werden.
In der Verantwortung stehen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Sie können für Information und Dialog sorgen.
Setzen Sie Fakten gegen Gerüchte, stärken Sie diejenigen, die sich für ein friedliches Miteinander engagieren möchten und
ermöglichen Sie einen kontroversen Austausch über die Flüchtlingssituation vor Ort.
Anstatt in einem möglicherweise bereits aufgeheizten Klima bloß zu reagieren, nehmen Sie das Heft in die Hand
und gestalten aktiv den Integrationsprozess in ihrem Umfeld.

Bürgerdialoge sind dazu ein probates Mittel.
Auf den folgenden Seiten finden Sie einen Leitfaden zur effektiven Planung und Umsetzung.

BÜRGERDIALOGE zur Flüchtlingssituation PDF Download